Das Evangelium nach Thomas – Paul Eliasberg


Das Evangelium nach Thomas – Paul Eliasberg

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12. Druck der Edition Tiessen. 1979.

Mit 1 signierten farbigen Original-Radierung von Paul Eliasberg.

Handsatz aus der 14p Original-Janson-Antiqua.
Umfang: 1 Blatt, 17 Seiten, 1 Blatt.
Format: 20 x 30 cm.
Inhalt: Büttenpapier Vélin d’Arches.
Einband: Fadengeheftete Broschur (handgefertigtes Büttenpapier von Michel Duval).

Vorzugsausgabe: Eins von 200 nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 400 Expl.) mit einer signierten farbigen Original-Radierung von Paul Eliasberg.

Antiquarisches Exemplar (Umschlag leicht berieben, einige Seiten mit gebräuntem Papierrand).

 

Im Jahre 1946 wurden nicht weit von dem oberägyptischen Städtchen Nag-Hammadi dreizehn Papyrusbücher gefunden. Zwanzig Seiten daraus, der hier vorgelegte Text, erregten begreiflicherweise das besondere Interesse der internationalen Forschung. (…) Die koptische Handschrift entstand als Abschrift eines älteren koptischen Exemplars um das Jahr 400, geht jedoch auf eine griechische Vorlage aus den Jahren 140 bis 150 zurück. Die möglichst wortgetreue Übersetzung ist von Ernst Haenchen. (Textauszug der Titelseite)

Die 114 Sprüche des nahezu lückenlos überlieferten Thomas-Evangeliums zerfallen in ungefähr zwei gleich große Gruppen: solche synoptischen und solche gnostischen Charakters. Sie zeigen sich ausschließlich an Worten und Lehren, nicht an Taten und Wiederfahrnissen Jesu interessiert. Die Frage, ob durch das Thomas-Evangelium unser Bild der ältesten Jesustradition durch neue echte Sprüche Jesu bereichert wird, ist offen. Als sicher gilt jedoch, daß Thomas öfters eine andere Fassung unserer synoptischen Überlieferung (als Synoptiker bezeichnet man die Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas) benutzt, als sie uns heute vorliegt. Auch wird durch ihn unser Bild von der Gnosis wesentlich verbessert. Es ist nämlich kaum zu bezweifeln, daß die echt gnostischen Züge des Thomas-Evangeliums Anknüpfungspunkte im frühen Christentum haben.

 

»Ich habe Paul Eliasberg nie persönlich kennengelernt. Es gab aber mindestens ein langes Telefongespräch nach Paris. Ich war damals beeindruckt von den Glasfenstern von Meistermann in der Kölner Kapelle Maria in den Trümmern, im Wesentlichen klar blau und gelb, eine kühle Geistigkeit ausstrahlend. Irgendwie hatte ich davon P. E. erzählt und uns war klar, hier konnte nichts ›Gegenständliches‹ ins Auge gefasst werden. Als ich dann den ersten Andruck sah, war ich durchaus einverstanden: nur so konnte die Antwort auf die Folge von (nicht gesicherten) Sprüchen Jesu sein. Und P. E. – nicht eben dem ›Ungegenständlichen‹ zugetan – war ebenso zufrieden mit seiner Arbeit.« (Aus »Wolfgang Tiessen: Rückblicke auf meine Bücher und darauf, wie es zur Edition Tiessen kam.«)
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