Gotthard de Beauclair: Wurzel Siebenmal


Gotthard de Beauclair: Wurzel Siebenmal

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Kurzgedichte und anderes.

17. Druck der Edition Tiessen. 1980.

Handsatz aus der 14p Original-Janson-Antiqua.
Umfang: 68 Seiten, 2 Blätter.
Format: 16,1 x 23,8 cm.
Inhalt: Werkdruckpapier.
Einband: Pappband mit Folienumschlag

Normalausgabe: Eins von 275 Exemplaren (Gesamtauflage 375 Expl.).

Verlagsfrisches Exemplar.

 

»›Wurzel Siebenmal‹, in einem schlichten Einband angeboten, verzichtet auf jegliches buchkünstlerische Beiwerk, ist schlichtweg ›nur‹ gut gesetzt. Die formstrengen Gedichte stehen, jedes einzeln für sich, auf den Seiten wie Gesetzestafeln. Eine schönere und würdigere Ehrung für den Meister der deutschen Druckkunst nach dem Zweiten Weltkriege läßt sich jedenfalls kaum vorstellen.« (Jürgen Eyssen: Buchkunst in Deutschland. Vom Jugendstil zum Malerbuch: Buchgestalter, Handpressen, Verleger, Illustratoren. S. 216).

 

»Gotthard de Beauclair gehört zu den wenigen deutschen Lyrikern heutiger Zeit, deren Gedicht nicht Abschilderung von Fakten, lediglich in Zeilenfall gebracht, ist, sondern eigene Sprachgestalt, in der Form und Aussage verschmelzen. Das Kurzgedicht, wie es in diesem Bande vorliegt, hat bei ihm Tradition, eigenständige Tradition: es entstammt dem Bedürfnis, anzusprechen, aufmerken zu lassen, Weisung zu geben dann – darauf aber unversehens beiseite zu treten, den Leser alleine, auf sein Eigenes hin, weitersinnen zu lassen. So ist das Beauclairsche Kurzgedicht in Prägung und Dichte dem Aphorismus verwandt, nur von anderem Schliff, vor allerm aber von hoher Musikalität. Hermetisch erscheint solch Gedicht nur auf den ersten Blick, auf den zweiten schon zusprechend, kommunikativ. Heute an den Menschen glauben? Hilf einem, zweien, zwanzig zu ihrem Selbstverständnis, zu Zeitverständnis, Weltverständnis. Es genügt.« Siegfried Hagen

 

»Meine Idee zu diesem Druck beruhte auf der Erinnerung an ›Die Rast des Pirols‹, eine kleine Ausgabe mit Kurzgedichten. Solche sollten es auch dieses Mal sein. Aber: ohne Graphik! Denn ich wollte nicht einen weiteren Band mit Gedichten von Gotthard de Beauclair für Bibliophile machen. Vielmehr sollte es eine preiswerte Ausgabe werden für die an dem Lyriker Interessierten. Es wurde das einzige nicht auf Büttenpapier gedruckte Buch der ET, selbstverständlich in bestem Handsatz und Buchdruck. G.B. war zunächst irritiert, akzeptierte dann aber meine Absicht, folgte dann sogar meinem Wunsch und steuerte für eine Vorzugsausgabe zusätzlich ein handschriftliches Gedichtblatt bei (was ebenfalls ein Unikum innerhalb der ET ist, wenn nicht überhaupt).« (Aus »Wolfgang Tiessen: Rückblicke auf meine Bücher und darauf, wie es zur Edition Tiessen kam.«)
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