Friedrich Hölderlin: Der Rhein – Julije Knifer


Friedrich Hölderlin: Der Rhein – Julije Knifer


Verkauft

32. Druck der Edition Tiessen. 1984.

Gedruckt auf eine Linolschnitt-Folge (Mäander) von Julije Knifer.

Handsatz aus der 16p Original-Janson-Antiqua.
Umfang: 8 Blätter (Broschur), 14 Blätter (Leporello).
Format (BxH): 22,8 x 30,1 cm (Broschur), 23,5 x 29,6 cm (Leporello).
Inhalt: Büttenpapier Vélin d’Arches.
Einband: Mit einem Linolschnitt bedruckte, fadengeheftete Broschur.

Vorzugsausgabe: Eins von 75 nummerierten und signierten Exemplaren (Gesamtauflage: 225 Expl.) zusätzlich mit der zu einem Leporello verbundenen nummerierten und signierten Linolschnittfolge (gedruckt in schwarz).

 

Nach den beiden Drucken ›Der Archipelagus‹ und ›Brot und Wein‹ legt die Edition Tiessen mit ›Der Rhein‹ ein drittes Gedicht Hölderlins vor, auch dies geprägt von mitreißender Musikalität und tiefgreifenden Gedanken. Ganz anders angelegt ist hier die graphische Reflexion: mäandrisch fließende, den Weg suchende Bewegung – gebändigt, doch in ihrer Kraft nicht gebrochen durch streng geometrische Form.

»Knifer unterlegte die Strophen mit einem geometrisch strengen Mäander – ein scharfer Kontrast zu den freien Rhythmen des Dichters, eine graphische Antwort, angesichts derer man Tiessens Vorbehalt gegen den landläufigen, einengenden Begriff Illustration besonders gut verstehen kann.« (Jürgen Schultze in ›Philobiblon, Heft 3, 1987‹)

 

»Der Leporello zur Vorzugsausgabe sei Gespräch in der Gilde der Konstruktivisten gewesen, so Julije Knifer, der sich damals und auch später ausschließlich mit variierten Mäander-Segmenten in Mannshöhe befaßte. Ich lernte sie Anfang der 80er Jahre in der Tübinger Kunsthalle kennen. Der Ausstellung nachsinnend hatte ich die Idee zum Buch und Leporello. Der Weg von der Idee zu ihrer Verwirklichung führte über Ljubeljana, über die Begegnung dort mit dem Künstler, über die gemeinsamen Bemühungen bei der Realisierung der Linolschnitte unter den trostlosen wirtschaftlichen Bedingungen im damaligen Jugoslawien. Und dann die nicht zu bremsende Rührung, als Julije Knifer den fertigen Druck in die Hand nahm, langsam durchblätterte. Und als ich dann den Leporello auf ein frei gemachtes Brett im Bücherregal stellte …« (Aus »Wolfgang Tiessen: Rückblicke auf meine Bücher und darauf, wie es zur Edition Tiessen kam.«)
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